Übersicht

Tag 232

Was für eine bitterkalte Nacht. Ich habe kaum ein Auge zugemacht, bin aber froh mich nicht auch noch bei den Wachen beteiligen zu müssen. Aquila und Lialda haben heute sogar noch ein weiteres Opfer des hinterhältigen Angriffs entdeckt. Ein Geräusch schreckte sie auf und sie gingen diesem durch den Wald entgegen. Ich befürchtete schon einen Angriff, aber es stellte sich heraus, dass ein weiterer andoranischer Halbling auf dem Weg zusammengebrochen ist. Er musste wohl einen Schwerthieb in die Seite bekommen haben und war kurz vor dem verbluten. Zum Glück konnte Tanlandoa mit magischem Handauflegen ihn in Golarion halten. Ich muss mich wohl erkältet haben. Meine Stimme ist weg und der Hals schmerzt. Morgen wird es sicher weider gehen.

Tag 235

Der Halbling mit Namen Sundak, stammt ursprünglich aus der fernen Stadt Beliso. Ein einfacher Bursche, der sich wohl lieber der Imkerei zuwenden sollte, so veletzt wie er gestern aussah. Tatsächlich bekomme ich heute kein weiteres Wort mehr heraus.

Tag 234

Endlich wieder in der Zivilisation. Naja, immerhin in Perindsheim. Das 1000 Seelendorf entbehrt jedeweder Luxus, allerdings freue ich mich schon auf mein Bett. Diese Lialda scheint die Priesterweihe recht ernst zu nehmen, anstatt mit uns zu feiern oder zumindest in der Kaserne mit uns zu übernachten, wolle sie ihren Traum im Desna Schrein ihrer Göttin spenden. Beeindruckender war hingegen, der natürlich mir schon bekannte, Theodan von Winterfels. Als der das Zimmer betrat herrschte Zucht und Ordnung. So stramm habe ich meine Gefährten noch nie stehen sehen. Die Information über den alternativen Pass, hat ihn kaum interessiert. Die Truppenstärke und das angerissene Andoran Zeichen unseres Neulings Sundak schon eher. Wie dem auch sei, wir haben erstmal 2 Tage Urlaub und unseren spärlichen Sold von 40 Goldstücken erhalten. Sundak wollte sich auch erstmal etwas Ausrüstung kaufen. Aber er berichtete nur von einem Tante Emma Laden. Diese Frau scheint schon ein bischen älter zu sein, aber die Schneiderkusnt zu beherrschen. Falls ich je in der Webergasse etwas zu suchen habe, werde ich mir den Laden auch mal anschauen. Aquila und Tarandao hatten es wohl mit einer seltsamen Quartiermeisterin zu tun. Daranda Fitarova scheint zwar ganz nett zu sein, aber auch ein bischen aufdringlich. Besser ich halte mich von ihr fern. Nicht dass sie über einen so gut gebildeten und erfahrenen Burschen wie mich noch her fällt. Ich hatte gehoft, dass es meiner Stimme heute wieder besser gehen würde, aber ich bekomme kaum einen Laut hervor.

Tag 235

Zwei Tage frei! Weit gefehlt, wir sind schon wieder unterwegs. Kurz vor Mittag wurden wir alle in die Kaserne beordert. Theodan von Winterfels hat uns weitere Befehle geben lassen. Wir sollen den zwergischen Grenzposten Trosgasfeld aufsuchen und herausfinden, weshalb keine weiteren Nachrichten von dort seit 2 Monaten eintreffen. In Falkengrund können wir uns weitere Ausrüstung besorgen, aber erstmal habe ich auch diese Quartiermeisterin kennengelernt. Zum Glück hatten wir es eilig, weshalb ich heil davon kam. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Protokoll hier korrekt verlaufen ist, aber wir haben Pferde und Reithunde bekommen, um schnellstmöglich dort hin zu gelangen. In Trosgasfeld sollen wir einen Kristal einsammeln. Eigens dafür haben wir einen magischen Beutel bekommen. Was mich wundert ist, dass wir keine Inventarlisten ausfüllen mussten, da es sich sicher nicht um einen alltäglichen Gegenstand handelt: Der Beutel lässt wohl keine magischen Kräfte durch sein Gewebe, wenn ich die erst umständlichen und dann doch zu einfachen Worte von Calavayon richtig interpretiert habe. Mein Hals ist immer noch geschwollen, aber immerhin schmerzt es nicht mehr.

Tag 236

Heute Abend schläft bei uns ein Barde. Der junge Bursche scheint einiges zu wissen oder dies zumindest glauben. Angeblich wären hier in der Nähe Räuberbanden, weshalb es gut ist mit uns zu reisen. Ich denke ebenso wie Lialda, dass wir als Militärangehörige nichts zu befürchten haben. Der Barde hat über von einem gewissen Brave Sir Robin gesungen. Ich denke, dass diese Geschichte aber nicht der Wahrheit entspricht. Mein Hals macht mir immernoch große Problem, ich bekomme kein Wort heraus. So langsam bin ich beunruhigt.

Tag 237

Der Barde war plötzlich verschwunden. Calavayon lies auch das Inventar prüfen, aber es scheint alles noch da zu sein. Was mich verwundet ist die Tatsache, dass er trotz Wache verschwinden konnte. Ich werde mir dieses Versäumnis extra protokollieren. Am Nachmittag erreichten wir einen kleinen Weihler mit 6 Häusern. Der Dorfvorsteher Rüdiger freute sich, da er dachte wir würden einen Viehdiebstahl untersuchen. Ich war schon empört, als Calavayon sich der Sache annahm. Das steht nicht in den Befehlen! Sicherlich, ich hoffe, dass eine Nacht im Warmen mir meine Stimme zurückgibt und wir wohl kaum viel weiter gekommen wären, aber es ist eben nicht unsere Aufgabe. Zumal dieser komische Hirte Tobin überhaupt keinen Respekt vor uns hat. Dieser ungebildete Banause. Wir konnten herausfinden, dass der Viehdiebstahl mit Hilfe einer Frau, die Tebin hervorragend ablenkte, begangen wurde. Das Vieh wurde von den nördlichen Weiden entwendet, weshalb wir uns auf die Suche begaben. Im Wald fanden wir auch den Unterschlupf. Sundak scheint einiges an magischem Potential zu haben, denn schon der erste Gegenangriff tötete einen Jungen. Es waren mindestens 3 Angreifer, denn deren Bolzen flogen uns um die Ohren. Lialda bekam sogar einen in die Schulter! Leider konnten wir die Fliehenden nicht auffinden, aber Telin, ein Junge, der auf uns geschossen hat und nur durch das Eingreifen Talandoas gerettet werden konnte, wollte nicht herausrücken wo der Rest sich versteckt hält. Aquila und Sundak haben es mit der alten "guter Polizist, schlechter Polizist" Nummer probiert, aber wiklich was wichtiges konnten wir nicht erfahren. Ich konnte Calavayon überzeugen einen offiziellen Prozess anzusetzen, wie es jedem zusteht. Ich war mir auch nicht mehr ganz sicher wie in diesem Gebiet das Strafmaß für Viehdiebstahl aussieht, die regionalen Unterschiede sind enorm, aber ich denke 10 Peitschenhiebe wären sicher angemessen. Vor der Befreiung Andorans war der Tod durch Erhängen ja noch üblich. Der Prozess lief auch einigermaßen wie vorgeschrieben. Eine Militärprozess mit dem Dorfvorsteher als weiteres Mitglied in der Jury erfüllt die Anforderungen. Leider konnte ich mich nur mit ein paar Texten und Notizen beteiligen, da ich immernoch keinen Ton heraus bekomme. Wie gerne hätte ich das Plädoyer gehalten. Um auch das Dorf vor Vergeltungsaktionen zu bewahren, entschied sich Calavayon für eine angemessene Strafe: Der Junge muss für 2 Jahre Strafdienst im Militär leisten. Nun wird er uns morgen begleiten und wir übergeben ihm in Falkengrund an dir dortige Garnison. Heute werde ich mir von der Frau des Dorfvorstehers Melda erstmal eine heiße Brühe machen lassen. Vielleicht hilft dies gegen meine andauernde Stummheit.

Tag 247

Endlich sind wir in Falkengrund eingetroffen. Entgegen meinen Hoffnungen habe ich immer noch keine Stimme. Im Gasthaus "Das gescheitete Holz" haben wir mit dem Wird gesprochen. Die Garnison wurde auch nach Often verlegt, sodass wir im lokalen Handelsposten unsere weitere Ausrüstung kaufen mussten. Gegen Mittag kam immerhin eine Abhandlung aus Often, der wir den Jungen Telin übergeben haben. Auch ein bischen Schade, da die niederen Arbeiten von ihm gut erledigt wurden. Leider ist unser Kontaktman Remus Lupae nicht aufzufinden. Bekannt scheint der Waldläufer in dem Dorf schon zu sein, aber wo er sich aufhält war schwer heraus zu bekommen. Zwischenzeitlich dachten wir schon, es gäbe einen weiterne Mann mit diesem Namen. Die Kräuterhexe Milax hat uns allerdings berichten können, dass der Waldläufder in den Sümpfen nördlich eine Aufgabe zu erledigen hat. Daher werden wir uns morgen aufmachen und nach ihm suchen. Etwas seltsam scheinen die Leute hier allerdings schon zu sein. Ausgerechnet den Gnom Trenquin haben sie zum Henker gemacht. Mit der großen Axt scheint er überfordert zu sein, dabei steht in den Statuten eindeutig geschrieben, dass der Verurteilte im Falle einer Hinrichtung ohne großes Leid mit einem Axthieb der Kopf abgetrennt werden muss. Was ich da allerdings sah, war schon beim Zusehen eine Greul. Immerhin hatten wir die Idee mit Mechanischer Raffinesse dem entgegenzuwirken.

Tag 248

Ich will aus diesem Wald heraus. Überall sind hier Spinnen. Nachdem wir ganz gut durch den Sumpf hindurch kamen haben uns riesige und hinterhältige Waldspinnen angegriffen. Zum Glück kamen sie mit ihren Giftzähnen nicht durch den Panzers unseres Paladins. Dieser hat sich so in den Weg stellen können, dass wir taktisch klug agieren konnten. Lialdas herbeigerufener Wolf war immerhin lange genug auf Galarion, dass er eine Spinne erledigen konnte. Als wir die Höhle untersuchten, fanden wir die überreste des Waldläufers. Wir begruben die Leiche Remus Lupaes und fanden in den Überresten weiterer Toter Edelsteine und einen schön verzierten Dolch. Laut Paragraph 65 Absatz 5 des Wald und Forstrechts, dürfen wir die Gegenstände, die sich in Höhlen oder Nestern finden lassen dann behalten, wenn der rechtmäßige Eigentümer keinen Anspruch darauf erhebt. Da diese ja tot sind, werden wir das behalten. Ich wurde ebenfalls von einer Spinne gebissen, aber irgendwie scheint das Gift auch den Belag meiner Stimme angegriffen zu haben. Dieser scheint es zumindest wieder besser zu gehen, Mal schauen wie sich das morgen verhällt.


Inventarliste