Übersicht

Reisetagebuch Lialdas

Was für eine Hetze. Wir sind dem Axt schwingenden kleinen Volk gerade noch so entkommen. Mit den Kräften am Ende haben wir immerhin das Goblindorf noch erreicht. Der Halbling und der Gnom sind dort alsbald zusammengebrochen. Und als sie wieder bei Bewusstsein waren, fällt ihnen nichts besseres ein, als sich zu streiten. Kein vernünftiges Wort ist aus ihnen herauszubekommen. Die meiste Zeit sind sie beleidigt und hüllen sich in Schweigen. Mich schert dies allerdings kaum, da ich damit beschäftigt bin den Goblins ihren Götzenglauben auszutreiben und ihnen beizubringen wie die Götter die Geschicke auf Golarion beeinflussen. Am Abend kam Aquila mit einem verletztem Goblin von der Jagd zurück, sodass ich erstmal meinen Dienst an Desna unterbrechen musste. Sie wurde von irgendeinem Tier angegriffen, welches ihre Goblingefährten tötete. Immerhin haben wir einen stattlichen Hirsch in das Dorf gebracht, als wir die Angriffstelle untersuchten. Vielleicht hilft dies meiner Mission. Seltsam ist es nur, dass Aquila anscheinend von eine Tiger Unterstützung erhalten hat.
Seit Tagen sind wir nun unterwegs und der Tiger folgt uns immer noch. Aquila scheint allerdings eine etwas innigere Bindung zu dem Tier zu haben, denn sie versucht uns alle von der Harmlosigkeit des Tigers zu überzeugen. Calavayon scheint sie immerhin schon überzeugt zu haben, denn er befiehlt der Gruppe weiter zu marschieren. Natürlich leisten wir ihm folge, denn wie mich mein Vater schon lehrte: Die Ehre des Soldaten liegt in der bediengungslosen Pflichterfüllung.
Endlich wieder Göttergläubige! Als wir in Falkengrund ankamen, konnte ich auch einen schönen Desna Schrein aufsuchen. Der Rest der Truppe hat sofort das bekannte Gasthaus "Zum gescheiteten Holz" aufgesucht. Dort haben wir auch einen etwas älteren Barden angetroffen. Ich habe schon lange nicht mehr das Lied "Oh Bäuerin, warum sind deine Hände denn so kalt" vernommen und konnte mit Calavayon auch die Zeit mit einem Tänzchen vertreiben. Die bekannte Geschichte von Shelyn und Zon Kuthon konnte er auch sehr gut wiedergeben. Es scheint sich hier um einen sehr erfahrenen und weit gereisten Abenteuerer zu handeln. Ich versuche daher mehr Geschichten und Reiseberichte zu hören zu bekommen.
Der Barde Thomas Salgason wird uns bis nach Perinshain begleiten. Wie er berichtete hat er den Henker Falkengrundes aufgesucht, damit er ein Pferd bekommt. Dieser hat sich allerdings eher als Pferdeschlachter denn als Pferdeverkäufer herausgestellt. Thomas ist sich allerdings sicher, dass das Land seine Erfindung braucht. Leider scheint die Nachfrage nach Pferden wesentlich höher zu sein, als Thomas dies erwartet hat. Von einem Bauern hat er für einen stolzen Preis ein Pferd mit Charakter aber ohne viel Triebkraft erhalten.
Dieses Dorf mitten im Nirgendwo scheint mehr Probleme zu haben als manche Großstadt. Der Dorfälteste begrüßte uns zwar freundlich mit einem "Abadar zum Gruße", berichtete aber von unglaublich vielen Übergriffen aus der Natur. Wolfsangriffe und sogar Hirsche hätten die Holzfäller im nahen Wald attakiert. Calavayon ließ abstimmen, ob wir den Dörflern helfen sollen. Mein Vater würde sich im Grabe umdrehen, wenn er eines hätte. Als Angehöriger des Militärs ist es unsere Pflicht den Armen und Schutzlosen in diesen Landen beizustehen. Es wäre ja etwas anderes, wenn es eine offizielle Stelle geben würde, an die sich der Dorfälteste wenden kann. Aber wären wir nicht wie die Chelaxianer, wenn wir nicht unseren Nächsten helfen würden?
Als wir im Wald nach dem Rechten sahen, habe ich einen mächtigen Zauber gesehen: Eine mehrere Quadratfuß große Wand wurde von einem Wesen erschaffen, dass ein Hirschgeweih als Kopfbedeckung trug. Wie groß die Wand war, war sehr schwer abzuschätzen, allerdings war es möglich sie zu umgehen. Talandor hat hier Großartiges geleistet. Mit seiner Ausbildung als Paladin war es ihm möglich einen guten Kompromis mit dem Druiden und den Dörflern herauszuhandeln. Der Druide sorgt nun wohl für Friede im Wald, wenn die Dörfler im Einklang mit der Natur leben.
Die Reise dauert wohl dank des Gauls länger als erwartet. Immerhin haben wir heute ein paar Händler angetroffen. Omar, Aaron und Wilbert stellten sich als Schneider und Händler für magische Schriftrollen heraus, die uns auch noch einen wertvollen Tipp für die Weiterreise geben konnten: Der Pfad kurz vor Perinshain war so rutschig vom letzten Unwetter, dass wir sicher ohne Hinweis gestürzt werden. Desna scheint eine schützende Hand über uns Reisende zu halten. Auch konnten die drei Reisenden vom Sieg Gorst über Luther berichten. Wer hätte gedacht, dass Gorst das Schwertfechtturnier in Alberst (?) gewinnt. Desna war mir mal wieder hold, sodass ich beim Glücksspiel mehrfach gewann und meine Reisekasse um ein ganzes Goldstück aufbessern konnte.
Welch Enttäuschung: Ich dachte ich könnte die Gunst Theodan von Winterfels erlangen, indem wir ihm vom erfolgreichen Abschluß unserer Mission berichten. Doch weit gefehlt: Unser stolzer Anführer ist schon weitergereist und hat Calavayon einen Folgeauftrag hinterlassen. Leider scheint mir der Umgang mit den nicht militärischen Gefolge nicht gut getan zu haben: Ich konnte mich vor unserem Vorgesetzten Narren nicht zusammenreisen, sodass er micht völlig zu Recht mit 100 Liegestützen zurecht gewiesen hat. Wir werden uns morgen aufmachen in Richtung Alvis. Genaueres kann ich aus Sicherheitsgründen hier nicht aufschreiben.